Renovierung einer Holztreppe aus Buche – Flecken nach Abschleifen unter dem Lack

Belina

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Hallo zusammen,
wir sind gerade dabei, unsere Buche-Massiv-Holztreppe zu renovieren. Wir haben bereits bei zwei Holzstufen testweise den alten Lack abgeschliffen, um zu sehen wie das Holz darunter aussieht. Leider sind dabei große Flecken zum Vorschein gekommen (siehe Bild).

Ich habe außerdem ein weiteres Bild von den Treppenstufen, die noch nicht abgeschliffen sind. Darauf sieht man deutliche Gebrauchsspuren, die vermutlich diese Flecken hinterlassen haben. Ich könnte mir vorstellen, dass ggf. auch Feuchtigkeit durch den alten Lack hindurchgedrungen ist und die Flecken verursacht hat.
Jetzt frage ich mich, ob und wie man diese Flecken entfernen kann. Gibt es eine Möglichkeit, sie auszubleichen oder zu behandeln? Würde eine Holzfarbe helfen, sie zu kaschieren, oder bleiben sie trotz Überlackieren sichtbar?

Hat jemand Erfahrung mit so einem Problem und kann mir Tipps geben? Ich bin für jede Hilfe dankbar!

VG
 

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Martin45

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Das 1. sieht mir teilweise außerhalb des hellen nach Wasserflecken aus, die anderen Trittstufen sind im Laufbereich ohne Lack, da abgelaufenen.
Meine Meinung: Ersteres evtl. tiefer abschleifen. Kann helfen, muss aber nicht. Zweiteres natürlich überhaupt erstmal schleifen.
 

PrimaNoctis

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Die Stellen sind genau dort, wo die Belastung am höchsten ist. Die meisten unterschätzen, wie viel Arbeit so eine Treppenrenovierung ist. Und Arbeit ist hier wirklich das richtige Wort, da richtig anstregend. Eigentlich sollte man Plackerei sagen, für Mensch und Maschine.

Um es kurz zu machen:
  • Du musst mehr abnehmen.
  • Wie neu wird es ohne Ausbau + Dickenhobel oder neue Stufen nicht (vergesst beides, rein hypothetisch gemeint)
  • Ihr braucht das richtige Werkzeug. Einen 08/15 Exzenter mit 125mm kannst du vergessen. Richtiges Werkzeug: Den großen Bahco-Schaber (665), Metabo Lackfräse, Getriebeexzenterschleifer (Festool Rotex o. ä.), viereckiger Rutscher oder Deltaschleifer für Ecken, potenter Werkstattsauger mit 4-5m Schlauch, Kniepads, Staubmaske P2 / P3
    -> Die Lackfräse erfordert insb. etwas Sachverstand und ist, so ganz ohne diesen, auch nicht ungefährlich für Mensch und Holz.
  • Schleifpapier benutzen, als würde es jemand anders bezahlen. Ohne Lackfräse anfangen mit 40, dann 60, 80 und dann 120. Immer alle Kratzer vom vorigen Papier entfernen, sonst nochmal von vorn.
  • Pro Treppenaufgang ca. 1-1,5 Tage einplanen inkl. Ölen, wenn man die Wange mitmacht und sich ranhält.
Wenn ich sowas in einem Anflug von Selbsthass übernehmen würde, dann nur wie oben und nur, wenn absolut klar ist, dass das Ergebnis "den alten Charakter" bewahren darf. :emoji_wink:

Edit zur weiteren Inspiration / Abschreckung (das ist das Endergebnis, der Rest gibt weiteren Lesestoff):
https://www.woodworker.de/forum/threads/alte-kieferntreppe-aufarbeiten.112982/page-2#post-736469
 
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PrimaNoctis

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Also für mich sieht es aus, als ob das furniert ist und die Furnier dugchgetreten oder durchgeschliffen ist.
LG Gerhard
Das hatte ich tatsächlich auch überlegt, weil die Optik der Buche so sauber ist. Da müsste man mehr Bilder sehen, auch vom Rest.
Hebt sich irgendwo eine Art Holzsplitter ab, wie eine "Beschichtung"? Steht etwas regelrecht hoch?

Der Grund, warum ich das nicht erwähnte, ist, dass die stärker abgeschliffenen Stellen unten auch Buche sind. Ob man billige Buche überfurniert hat, wieder mit derselben Holzart? Kann sicher sein.
 

derdad

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Evtl wurde eine Tischlerplatte/Paneelplatte mit Buchedeck einfach nochmal furniert. Ist zwar nicht optimal, wenn es eine eingebaute Stiege ist sollte es aber zumindest von der Statik ok sein, mit den Setzstufen.
LG Gerhard
 
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