Ist das Splintholz?

Holzdilettant

ww-pappel
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Hallo zusammen,

für meinen anstehenden Nachwuchs :emoji_sunglasses: baue ich gegenwärtig ein (Baby)Gitterbett aus Eiche. Die langen Seiten bzw. Querbalken sollen demontierbar sein und zu diesem Zwecks mittels M6 Rampamuffe an den Bettpfosten verschraubt werden (+ Dübel zum Fixieren).
Die Rampamuffen sollen aber in die Hirnholzseite der Querbalken geschraubt werden. Das hab ich heute mal getestet und dann anhand eines beherzten Hebelns mit Stemmeisen recht schnell festgestellt, dass die Muffe nicht gut hält bzw. Entlang der Längsfaser zu leicht ausbricht.
Daher war mein Plan, ein 20er Rundholz in den Querbalken einzubringen und mir so eine „Querholzzone“ zu schaffen, in die ich dann die Rampamuffe schraube, wo sie hoffentlich mehr aushält.

hab dann bei Obi ein 20er Rundholz Eiche gekauft und zuhause ist mir aufgefallen, dass das extrem porös aussieht. Muss das so? Oder ist das Splintholz oder so? Ichnfrag mich halt, ob das so für mein Vorhaben ausreichend stabil ist…

vielen Dank für Meinungen und Kommentare! IMG_0284.png
 

Holzdilettant

ww-pappel
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Herzlichen Dank für die hilfreichen Rückmeldungen!

Ingo, Gerhard, Ihr hattet beide Recht - die Rampamuffe ist im Hirnholz an einer Verbindung, die ggf. Hebel- bzw. Scherkräften ausgesetzt sein wird, ungeeignet. Das habe ich heute auch noch einmal experimentell nachvollzogen. Hier die Erläuterung für die Nachwelt:

Habe erst ein 20mm Eiche-Rundholz eingebracht (verleimt und recht spack eingepresst) und mir so eine Querholzzone geschaffen. Der Abstand zur Stirnseite betrug ca. 6mm (mehr Abstand wäre schön gewesen, allerdings hätte bei der verwendeten Rampamuffe mit 20mm Länge - von denen nur die mittleren 12mm mit Außengewinde besetzt sind - anteilig zu wenig Außengewinde ins Querholz bzw zu viel ins Hirnholz gegriffen.

Durch Hebeln mit Stemmeisen habe ich dann getestet, wie viel Kraft bis zur Zerstörung der Konstruktion erforderlich ist.
Ergebnis: das Einbringen einer “Querholzzone“ mittels Rundstab sorgt tatsächlich dafür, dass das Außengewinde der Rampamuffe nicht so leicht ausreißt. Diesem positiven Effekt steht aber gegenüber, dass das Werkstück - insbesondere durch den geringen Randabstand des Rundholzes - signifikant geschwächt wird. In meinem Fall hat es dazu geführt, dass die Konstruktion großflächig ausgebrochen ist.

Ich habe auch einen Vergleich mit einer normal ins Hirnholz eingeschraubten Rampamuffe gemacht. Zwar war das Schadensbild komplett anders (im Hirnholz recht „sauber“ ausgerissene Muffe), der zur Zerstörung benötigte Kraftaufwand war aber vergleichbar.

Also wird es stattdessen ein Quermutterbolzen. Gibt es Erfahrungswerte dazu, wie groß der Abstand des Quermutterbolzens (M6) zur Stirnseite sein sollte, damit es stabil ist? Je geringer der Abstand, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass das Bohrloch für die Schraube sauber ins Bohrloch für den Quermutterbolzen trifft :emoji_wink:

Viele Grüße
Christian
 

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K2H

ww-robinie
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und recht spack eingepresst
Damit hast du schon unnötige Vorspannung im Kantholz aufgebaut, die du an Kraft fürs Zerreißen der Fasern dann nicht mehr brauchtest.
Anders gesagt, hättest du das Querholz und die Muffe nur spielfrei, aber ohne Pressdruck eingeleimt, hätte mehr Kraft von außen (dir) einwirken müssen, um das Holz zu zerreißen.
 

ChrisOL

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Den Abstand für die Quermutter ermittelst du dir einfach anhand der Schraubenlänge. Halte die Schraube an die Außenseite und schau wie weit die reicht. Dann hast du eine Richtung.

Du kannst das Bohrloch für die Schraube ruhig 1mm größer bohren. Etwas Spiel für die Schraube ist nicht wild und das erleichtert das zusammen treffen von Quermutterbolzen und Schraube.
 

Dale_B_Cooper

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Anders gesagt, hättest du das Querholz und die Muffe nur spielfrei, aber ohne Pressdruck eingeleimt, hätte mehr Kraft von außen (dir) einwirken müssen, um das Holz zu zerreißen.
Allgemein schon. Aber nicht hier. Guck dir den Bruch mal an. :emoji_slight_smile:

OK, das Versagen ist doch komplex. Auf jeden Fall auch Schub parallel zur Faser im Außenholz, erwartungsgemäß bei sowas, wenn mich nicht alles täuscht. Ich stimme @K2H doch zu..
 
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