brubu

ww-robinie
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Ich verstehe das Prinzip auch nicht. Ein wenig Feuchtigkeit an der Oberfläche einer eigentlich auf 8% getrockneten Bohle verhagelt mir doch das Ergebnis komplett? Oder geht die Messung wirklich in das Material tief rein und die feuchte Oberfläche wird herausgerechnet/ignoriert?
Wenn du an der Oberfläche oder in der Tiefe Feuchtigkeit hast zeigen auch Widerstandsmessgeräte die feuchtesten Werte an und nicht den Durchschnitt. Den Durchschnitt würde nur die Darrprobe anzeigen. Nütz dann aber auch nicht viel, da das Holz zur Verarbeitung über den ganzen
Querschnitt die gleiche Feuchtigkeit haben sollte. Andernfalls kann man sich später über verzogene Teile Gedanken machen.
Gruss brubu
 

Dat Ei

ww-robinie
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Moin, moin,

es wird in der Tiefe gemessen. Die unterschiedlichen Messgeräte haben unterschiedliche Mindestanforderungen an die Materialstärke.

Dat Ei
 

steinradler

ww-pappel
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Hallo,
ich habe mich nun für das HM9-WS25 um 370€ entschieden und bestellt.
Danke Dat Ei für deinen Hinweis auf den Shop den ich bei meine Suchergebnissen immer ignoriert habe.

Ich habe mich aus folgenden Gründen dafür entschieden:
  • zerstörungsfrei messen
    vor allem beim Einkauf wird mich der Verkäufer ungern mehrfach Sonden ins Holz treiben lassen
    auch in der eigenen Werkstatt muss ich nicht überall Löcher im Holz haben, 30cm Abstand zur Stirnseit sollten ja auch eingehalten werden
  • Bei den Widerstandsmess-/Einschlaggeräten gibt es sicher gute Hersteller die sehr gute Werte liefern aber:
    Die Messung hängt definitiv davon ab sehr genau zu arbeiten und dabei in welcher Tiefe diese mit diesen Geräten gemessen wird. In vielen Anleitungen wird empfohlen bis zu 1/3 der Materialstärke einzuschlagen und auch noch etwas Abstand zur Oberfläche einzuhalten.
    Sprich ein einfaches Gerät tut es nicht und die einfachen Sonden schon gar nicht dann schon Längere und vielleicht noch Isolierte, Unterschiedliche...
    Da ist man weit über dem Preis der kapazitiven Merlins. Natürlich kann man immer mit der einfachen Einschlagsonde unabhängig von der Materialdicke arbeiten und das mit Erfahrung kompensieren, ich mach das aber nicht so oft kann also dauern und dann sind da immer noch die Löcher.
  • Ich glaube mit dem HM9-WS25 die Materialdicken die ich verwende abdecken zu können. EVO wäre auch okay aber man will ja sparen.
    Auch das NDI 20, ja Merlin hat Dat Ei ganz oben eigentlich schon erwähnt, hätte es sicher auch getan. Aber es ist ein Kombigerät und nicht auf Holz spezialisiert. Gerade bei der kapazitiven Messung kommt es auf die genauigkeit der hinterlegten Messkurven an. Ich habe ein paar Abhandlungen zu Holzfeuchte überflogen und dort spricht man den kapazitiven Geräten eine der Resistiven vergleichbare Genauigkeit zu wenn die Holzdichten gut gepflegt und wählbar sind. Das WS25 hat auf alle Fälle mehr Holzarten hinterlegt.
    Dann habe ich noch ein Video gesehen, über die Qualität kann man streiten, aber ich bin auf die geringere Messtiefe des NDI 20 aufmerksam geworden: Kurzer Vergleich NDI-20 Wagner Orion
  • Ich denke dass in Summe mit etwas Vernunft die Genauigkeit gut ist, sollte die Messfläche einmal zu uneben oder verschmutzt sein hilft ein kleiner Hobel in Sekunden, je nach Zustand der Oberfläche bleibt einem das bei den anderen Messgeräten auch nicht erspart
  • und mehr Zeit will ich in das Thema auch gar nicht mehr investieren und hoffe, dass der Kauf einer der letzten zur Holfeuchte Messung war. Informieren halte ich für wichtig, wissenschaftlich sollte es nicht werden. Und ich investiere die Zeit jetzt lieber wieder in andere Projekte.
  • Und außerdem Merlin, des san Österreicher, geh! Des passt scho!!!
Griass Eich!
 

heiko-rech

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Hallo,
ich habe ein Messgerät von Gann, Hygromette. Das nehme ich mit zum Holzhändler und messe dort zerstörungsfrei. Es gibt für dieses Messgerät entsprechende Zubehörteile.
Die so gemessenen Werte weichen nur minimal von denen ab, die mit der Einschlagsonde gemessen werden. Ich habe mehrfach Vergleichsmessungen an unterschiedlichen Hölzern gemacht und kam auf Abweichungen von maximal 1%, meist aber nur 0,5%. Ich denke, damit kann man gut leben.
Gruß
Heiko
 

steinradler

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Hallo Heiko,
verstehe ich wenn man schon ein so hochwertiges Gerät mit dem man auch gute Erfahrungen hat macht es als Zubehör Sinn die Oberflächen Messkappen zu kaufen.
Ich habe noch kein Gerät und für mich machte es Sinn die neue Technik hier zu nutzen und ich erhoffe mir damit wiederholbare Ergebnisse und dadurch eigene Erfahrungen und Ergebnisse zu sammeln.
Was würdest du kaufen heute kaufen wenn du noch keine Geräte hättest bzw. "vorbelastet" wärst?

LG, Michael
 

willyy

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Ich dachte Gann ist eine vernünftiger Herstelelr ?
Gerade habe ich ein paar Bedienungsanleitungen von Gann überflogen und in KEINER EINZIGEN steht irgendwas von Messgenauigkeit bzw. max. zulässigem Messfehler ???
Hä ? Das ist so ziemlich das Einzige Datum, was mich an einem Messgerät interessiert ?
 

Dat Ei

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Moin, moin,

im Gesamtkatalog gibt es ein Kapitel, das Gann komplett dem Thema Messgenauigkeit widmet. Das ist zwar eigenwillig, das nur in einem Katalog und nicht in der Bedienungsanleitung vorzufinden, aber inhaltlich vielleicht sogar aussagekräftiger, als nur eine unkommentierte Prozentzahl in die Bedienungsanleitung zu drucken.

Dat Ei
 

MTrp

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Ich suche ein Holzfeuchtemessgerät, das ohne Einschlagnadeln brauchbar genau für Möbelbau misst, in der Preisklasse bis ca. 200€. Gibt es dazu vielleicht Neuigkeiten? Oder konkrete Erfahrungswerte zu den hier genannten Geräten Felder NDI20/Merlin Moistec Pro, Condtrol Hydro-Tec?
 

MTrp

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Ich hole diesen Thread aus gegebenem Anlass mal hoch, weil ich den etwas aufgeschobenen Kauf eines kapazitiven Holzfeuchte-Messgeräts endlich über die Bühne bringen möchte. Ich tendiere aktuell stark zu einem Gerät von Merlin. Vielleicht könnt Ihr mir bei folgenden Fragen weiterhelfen um zu einer Kaufentscheidung zu kommen:

Messt Ihr die Holzfeuchte überwiegend nur an den Bohlen VOR dem Aushobeln oder habt Ihr auch danach noch Messbedarf?

Wie wähle ich die richtige Messtiefe aus? Ich gehe davon aus, dass die angegebene Messtiefe bis in die Mitte der Bohle reichen sollte, da diese potentiell am feuchtesten ist. Was ist aber, wenn das Werkstück dünner und die Messtiefe deutlich zu tief ist: Misst das Gerät dann noch brauchbar? Ich stehe da insbesondere vor der Qual der Wahl zwischen Merlin HM9-WS25 mit 40mm Messtiefe (25mm Mindeststärke) und HM9-WS13 mit 20 Messtiefe (13mm Mindeststärke). Oder mache ich mir diesbezüglich zu viele Gedanken, weil die Messtiefe nach 1-2 Wochen Akklimatisieren am Lagerort gar nicht mehr so wichtig ist?
 

teluke

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Ich denke Du machst Dir zu viele Gedanken.

Ich habe das Merlin mit 40mm und kann nicht klagen.
Habe auch noch ein fettes Gann, nutze aber meist das Merlin.
Beide zeigen sehr ähnliche Werte an.
 

MTrp

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Ich habe mittlerweile das Merlin HM9-WS25 bestellt und heute erhalten. Dazu eine Detailfrage: Ist es (sinnvoll) möglich, die Feuchtigkeit von Holz mit einer Oberflächenbehandlung (Öl, Wachs, Lack) zu messen? In der Anleitung ist diesbezüglich nichts zu finden. Mir geht es u. a. darum an vorhandenen Möbelstücken im Wohnraum zu messen, welche Feuchtigkeit sich bei diesen z. B. jetzt in der zweiten Hälfte der Heizsaison eingestellt hat.
 

Ante M

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I've now ordered the Merlin HM9-WS25 and received it today. I have a detailed question: Is it possible (and reasonable) to measure the moisture content of wood with a surface treatment (oil, wax, varnish)? There's nothing in the manual about this. Among other things, I'm interested in measuring the moisture content of existing furniture in the living room, for example, now in the second half of the heating season.
Are you satisfied with ws25?
Iam ordering Merlin today
 

brubu

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Ich habe mittlerweile das Merlin HM9-WS25 bestellt und heute erhalten. Dazu eine Detailfrage: Ist es (sinnvoll) möglich, die Feuchtigkeit von Holz mit einer Oberflächenbehandlung (Öl, Wachs, Lack) zu messen? In der Anleitung ist diesbezüglich nichts zu finden. Mir geht es u. a. darum an vorhandenen Möbelstücken im Wohnraum zu messen, welche Feuchtigkeit sich bei diesen z. B. jetzt in der zweiten Hälfte der Heizsaison eingestellt hat.
Hallo
Wie ist der Stand der Dinge? Sonst bei Merlin fragen die geben Auskunft.
Gruss brubu

Oder selber Versuche machen, an einem Teststück einen Teil behandeln, den Rest nicht.
 

MTrp

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Ich weiß dazu leider nichts Neues, aber danke für die Erinnerung - ich werde Merlin gleich mal eine Email schreiben und nachfragen!
 

brubu

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Ich würde einfach beliebige Versuche machen, ev. sind die Messungen auch unterschiedlich. Schön ist am kapazitiven Gerät, dass keine Löcher gestochen werden müssen, also kann man ungehindert drauflos messen. Danke auch und berichte bitte weiter.
 
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