Welcher Fräser für maximalen Abtrag?

Curby

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Hallo,

was für einen Fräser sollte ich verwenden, wenn ich schnell viel Material abtragen möchte und der Fräser eine lange Standzeit haben soll? Ich würde gerne mindestens 4mm auf einer Strecke von 40m abnehmen, wobei dies der Fräser ohne große Abnutzung schaffen sollte.

Das Fräsergebnis darf bescheiden sein, er soll in erster Linie nur zum Schruppen verwendet werden.

Eignen sich da VHM Fräser? Ich habe auch Diamant beschichtete Schruppfräser gesehen, taugen die etwas?
 

carsten

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Hallo

nee DIA nicht.
DIA ist in erster Linie für homogene Plattenwerkstoffe wie Span oder MDF. Ein Ast gerade bei Fichte kann eine spröde DIA Schneide zerstören.
Fräser passen auf eine Reihe von Maschinen . Die mögliche bzw vorhandene Maschine sollte präzisiert werden.
Ebenso der eigentliche Arbeitsgang bzw Ziel.
Mein erster Gedanke war E Handhobel, Evtl Kervenfräse, Fette Oberfräse mit Falzkopf.......
 

chris_11

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Welches Material? Was für eine Fräse? Für eine Tischfräse ist das die Alltagsbeschäftigung, Wenn die Oberfläche egal, warum nicht sägen?
 

Curby

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Ich bin immernoch bei meinen Trommeln. Mir ist die Standzeit normaler Fräser zu niedrig und die Schruppzeit zu hoch.

Es muss ein 8mm Schaftfräser sein, Massivholz.
 

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chris_11

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8mm in einer Spindel ist nicht gerade viel. Grundsätzlich HM und großer Durchmesser des Fräsers. Vom Foto wird die Stabilität der Maschine neben dem 8mm Schaft begrenzender Faktor sein. Wenn Du 4mm rund schnell abnehmen willst, dann spandie Trommeln in eine Drehmaschine und drehe (drechsle) mit einem 20mm runden Glockenstahl in einer spanabhebenden Bearbeitung ab.
 

Steffen-Holzwurm

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Ich mache mal einen konkreten Vorschlag (bin nicht verwandt mit dem Betreiber, habe so einen aber selbst zum Planfräsen):
https://www.fraisertools.com/de/planfraser-tornador-sniper.html

Den gibt's in 8mm und dank Wendeplatten hast du auch eine gewisse Standzeit. Dank des Durchmessers kannst du es vielleicht auch eher verkraften auf 2mal zuzustellen, da du breitere Bahnen abnimmst.

Grüße Steffen
 

mc2

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Welches Holz, massiv ist klar, aber von Fichte bis Douglasie gibt es schon gravierende Unterschiede.
 

Kerstenk

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was für einen Fräser sollte ich verwenden, wenn ich schnell viel Material abtragen möchte und der Fräser eine lange Standzeit haben soll? Ich würde gerne mindestens 4mm auf einer Strecke von 40m abnehmen, wobei dies der Fräser ohne große Abnutzung schaffen sollte.
40m sind keine Leistung für einen guten Fräser- Ich verwende diese hier https://hc-maschinentechnik.de/Fraeser-fuer-Holz und die halten sehr lange. Hier Kisten, sind pro Serie rund 1000m Frässtrecke, 9mm Verpackungssperrholz und ein Fräser von 10mm, in einem Durchgang. Ich nehme aber keinen neuen Fräser, sondern immer welche, die vorher hohe Stückzahlen in Buche gelaufen sind. Nach den 1000m sind die aber auch noch lange nicht hinüber.
 

elchimore

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40m sollten doch mit einem guten HM Fräser, der nicht zu dünn ist ohne Probleme machbar sein. Ich verwende zum Planfräsen (macht auch ordentlich Meter) meist einen Wendeplattenfräser.... Ich habe auch so einen Fraiser, allerdings mit dem 12mm Schaft, da halte ich die 1000W aber für zu wenig. Ich weiß auch nicht ob deine Fräse für die 4mm Abnahme im Dauerbetrieb nicht zu schwach ist. Für die Lebensdauer der Fräser ist halt auch wichtig, dass sie nicht zu heiß werden, also ordentlich Vorschub (und damit ordentlich Power) und gute Spanabfuhr. Wenn ich die "kleine" OF1010 in der "leichten" Planfräsvorrichtung benutze, dann habe ich dort einen Wendeplattenfräser mit zwei Wendeplatten (die kleinen10x10) und ich meine 19mm Durchmesser in Benutzung. Wenn da was stumpf ist wird halt gedreht.
Aber mit Schruppen verbinde ich was anderes wie nen 1000W Fräschen :emoji_wink:
Grüssle Micha
 

McIlroy

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Ich mache mal einen konkreten Vorschlag (bin nicht verwandt mit dem Betreiber, habe so einen aber selbst zum Planfräsen):
https://www.fraisertools.com/de/planfraser-tornador-sniper.html

Den gibt's in 8mm und dank Wendeplatten hast du auch eine gewisse Standzeit. Dank des Durchmessers kannst du es vielleicht auch eher verkraften auf 2mal zuzustellen, da du breitere Bahnen abnimmst.

Grüße Steffen
Da würde ich mitgehen. Ich habe diesen Fräser mit 8er-Schaft und 35mm Durchmesser. Der ist schon gut, aber 4mm in einem Stück habe ich mit dem auch noch nie probiert. Wobei das bei einem zylindrischen Objekt wie der Trommel im Bild je nach Durchmesser gehen könnte, weil man dann nicht die ganze Breite des Fräsers im Eingriff hat.

Die Wendeplatten bekommt man ja günstig, müssen nicht die Originalen von Fraiser mit den abgerundeten Ecken sein.
 

Kluk

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VHM Fräser gibt es meines Wissens nach nicht in einem größeren Durchmesser als 8mm wenn du nur eine 8mm Spannzange hast.
Mit einem 8mm Fräser kannst du mit 1000W ganz entspannt die 4mm zustellen.
 

Kerstenk

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VHM Fräser gibt es meines Wissens nach nicht in einem größeren Durchmesser als 8mm wenn du nur eine 8mm Spannzange hast.
Mit einem 8mm Fräser kannst du mit 1000W ganz entspannt die 4mm zustellen.
hier gibt es sie https://www.pwwu24.de/schaftfraeser/oberfraeser/ bis 16mm und 8mm Schaft, wenn auch nicht ganz günstig.
ich habe eine 800w Elte Spindel, die hat bei 10mm keine Probleme einen ordentlichen Abtrag zu leisten, 4 mm stellen keine Herausforderung dar.
 

Kerstenk

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Da würde ich mitgehen. Ich habe diesen Fräser mit 8er-Schaft und 35mm Durchmesser. Der ist schon gut, aber 4mm in einem Stück habe ich mit dem auch noch nie probiert.
35mm brauchen Drehmoment und die bietet keine 1000w Fräse bei den Drehzahlen. Daraus ergibt sich dann ein Schnittwert der nur eher ein Kratzen ist, das wiederum belastet den Fräser so sehr das er schnell aufgibt und stumpf wird. Kleinerer Fräser und deutlich mehr Vorschub, damit überhitzt dieser nicht und bleibt länger scharf. Die Lebensdauer eines Fräser wird durch die Anzahl der einzelnen Schnitte bestimmt, also den Vorschub so hoch wie möglich setzen, so das jeder einzelne Schnitt einen hohen Abtrag leistet. Der Nebeneffekt ist dann, dass der Fräser in neuem Material gekühlt wird, ist der Vorschub zu klein, reibt er nur und überhitzt.

https://hc-maschinentechnik.de/VHM-Holzfraeser-mit-Spanbrecher ungefähr in der Mitte gibt es eine Liste der Schnittwerte für Holz, die sollte man einhalten.
 
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McIlroy

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Ich benutze den mit der 900W Dewalt in Stufe 1 (16000 U/min, mehr sollte der eh nicht drehen) zum Planfräsen, das geht ohne Probleme. Allerdings mache ich wie gesagt nicht 4mm am Stück. 1-2mm gehen gut, Vorschub natürlich angepasst.
 

Kerstenk

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Ich benutze den mit der 900W Dewalt in Stufe 1 (16000 U/min, mehr sollte der eh nicht drehen) zum Planfräsen, das geht ohne Probleme. Allerdings mache ich wie gesagt nicht 4mm am Stück. 1-2mm gehen gut, Vorschub natürlich angepasst.
ich weis das dies so geht, nur sind das keine sinnvollen Schnittwerte, zumal es am Ende länger dauert, also deutlich mehr Verschleiß bedeutet.
 

McIlroy

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Das ist klar, und wenn ich (oder der Fragesteller) damit öfter ganze Bohlen abrichten wollte, würde ich den auch nicht empfehlen. Aber für solche mehr oder weniger überschaubaren Maße sehe ich da aus eigener Erfahrung kein Problem. Mag sein, dass der Verscheiß größer ist, als bei optimalen Schnittwerten, aber dass ich die Platten beim Tornado spürbar früher drehen bzw. wechseln müsste als bei anderen Wendeplattenfräsern mit der 2400W OF bei voller Drehzahl im Frästisch, kann ich nicht behaupten.
 

Kerstenk

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Aber für solche mehr oder weniger überschaubaren Maße sehe ich da aus eigener Erfahrung kein Problem.
es ist wohl ein immer wiederkehrender Vorgang, da sollte man schon mal den Schnittdatenrechner zu Rate ziehen und die Vorgaben einhalten, dann wird das auch was mit den Standzeiten.
Die Frage kommt ja öfters im Forum auf und an den vielen Brandstellen beim Fräsen, die man zu sehen bekommt, sieht man, dass dies ein Thema ist, was gerne nicht so beachtet wird.
Auch das dauerhafte Überlasten von Spindeln, führt zu verkürzter Lebensdauer dieser, auch an schweren CNC Maschinen ist das der Fall, wie mir ein Kollege erzählte. Er hat sich an die Empfehlungen des Herstellers gehalten und seine Spindel ist mehrfach gestorben, erst nachdem er von diesen abgewichen ist, hielt sie dann dauerhaft. Aus Sicht des Herstellers kann ich das verstehen, was er da so sagt :emoji_wink:
 

Curby

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Tatsächlich bin ich auf die Idee mit dem Wendemessern noch nicht gekommen. Ergibt Sinn, da die Messer recht günstig sind. Das ist denke ich das sinnvollste, daher habe ich mir mal für die entsprechenden Anwendungsfälle welche geordert.
 

wirdelprumpft

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bin mal gespannt ob die zum schnellen schruppen funktionieren,
Zumindest auf der Außenseite könnte das im meinem Kopf problematisch sein da bei denen von #13 kein Zentrumsschneiden vorhanden sind.
Da sind 14mm wo nichts schneidet. Würden mal ne Sprühflasche Wasser beim ersten Versuch bereitstellen falls da was Rauchsignale abgibt.
 

Steffen-Holzwurm

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bin mal gespannt ob die zum schnellen schruppen funktionieren,
Zumindest auf der Außenseite könnte das im meinem Kopf problematisch sein da bei denen von #13 kein Zentrumsschneiden vorhanden sind.
Da sind 14mm wo nichts schneidet. Würden mal ne Sprühflasche Wasser beim ersten Versuch bereitstellen falls da was Rauchsignale abgibt.
Na so wie die Vorrichtung von @Curby aussieht, taucht er gar nicht ein sondern kann von der Seite ins Material fahren während sich die Trommel unten dreht.

Ich verstehe schon, dass das Setup nicht optimal ist, aber was bringt es über größere Fräsen, Drehbänke und der Gleichen zu sinnieren, wenn der Versuch überschaubar günstig ist und vielleicht zum Erfolg führt.

Viel Erfolg!
 

Curby

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Das ist kein Problem, weil ich den Vorschub pro Umdrehung einstellen kann. Da die Schneiden symmetrisch angeordnet sind, wird nach einer weiteren Umdrehung genau gespiegelt gefräst. Und dann wird eben genau das weggefräst, was vorher stehen gelassen wurde. Es sollte lediglich in der Tiefe maximal so viel weggenommen werden, dass der temporäre Überstand noch unter dem Bereich des Fräsers passt, welcher ncht fräst.

Der Vorschub muss <= Durchmesser vom Fräser sein und der Fräser muss >= 50% seiner Breite fräsen.
 
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