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Freitag, 12. September 2014
Ein- und Ausbaukosten bei Materialmängeln
TSD unterstützt Online-Petition

Das verarbeitete Material stellt sich im Nachhinein als fehlerhaft heraus, daraufhin baut der Tischler beim Kunden das Gelieferte aus und Ersatz wieder ein – und muss die Kosten für die De- und Wiedermontage auf die eigene Kappe nehmen. Das gilt seit einem BGH-Urteil von 2008 für Bauprodukte und kann in manchen Fällen die Existenz des Handwerksbetriebs bedrohen, denn versichern können sich Handwerker gegen solche so genannten Erfüllungsschäden nicht. Die Initiative »Mit einer Stimme«, in der sich einige Handwerksverbände engagieren, plant daher eine Online-Petition, um das Thema auf die Tagesordnung des Bundestags zu bringen. Bis zum Frühjahr müssen sich dafür 50 000 Menschen als Unterstützer der Initiative melden. Sie werden dann informiert, wenn die Petition startet.
Unterstützt wird die Initiative auch vom Bundesverband Tischler Schreiner Deutschland. Wie der mitteilt, haben die Verbände schon vor der Bundestagswahl auf das Problem hingewiesen. Daraufhin hatte der Passus »Handwerker und andere Unternehmer sollen nicht pauschal auf den Folgekosten von Produktmängeln sitzen bleiben, die der Lieferant oder Hersteller zu verantworten hat« Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden. TSD-Präsident Konrad Steininger setzt sich dafür ein, dass dieser Aussage nun zügig Taten folgen.
TSD ruft alle Tischler und Schreiner sowie deren Familien und Freunde auf, sich auf der Internetseite als Unterstützer anzumelden:
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Montag, 09. Dezember 2013
TSD-Präsident Steininger ist mit dabei
Unternehmerverband des Deutschen Handwerks hat Vorstand gewählt

Konrad Steininger, Präsident von Tischler Schreiner Deutschland, ist am 6. Dezember einstimmig in den Vorstand des Unternehmerverbandes des Deutschen Handwerks (UDH) gewählt worden. TSD sieht den UDH als eine der wichtigsten Handwerksorganisationen: »Für uns als Spitzenverband des Tischler-/Schreinerhandwerks ist das Netzwerk im UDH von großer Bedeutung«, sagte Steininger nach der Wahl. »Dass mir nun einstimmig das Vertrauen ausgesprochen wurde, freut mich natürlich sehr – auch, weil wir damit ab sofort für die Belange unserer Mitgliedsunternehmen in zentraler Position eintreten können.«
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Rekord-Teilnehmerinnenzahl
Gut besuchtes Tischlerinnentreffen in Thüringen

Bilder: V. Charlemagne
Mehr als 130 Teilnehmerinnen und zehn Kinder haben das diesjährige Tischlerinnentreffen auf Burg Lohra in Thüringen zum bislang größten gemacht. Vom 26. bis 29. September hatten sich dort Frauen aus dem Holzhandwerk aus ganz Deutschland zum 24. Bundesweiten Tischlerinnentreffen zusammengefunden.
Auszubildende, Meisterinnen, Wandergesellinnen und Selbständige, interessierte Einsteigerinnen wie renommierten Spezialistinnen tauschten in vielfältigen Workshops und Diskussionen Wissen aus und knüpften Kontakte.

Im Vortrag »Japanische Holzverbindungen« gab Referentin Johanna Röh Einblicke in die traditionelle japanische Philosophie im Holzhandwerk, demonstrierte Schleiftechniken und erklärte Holzverbindungen. In Workshops wurden Möbelgriffe gebogen, Weidenkörbe geflochten, geschnitzt, getöpfert, gepolstert, geknotet und vieles mehr. In Kleingruppen unterhielten sich Selbständige über ihre Erfahrungen, beantworteten erfahrene Handwerkerinnen Fragen von Einsteigerinnen und erzählten Tischlerinnen auf der Walz über die Wanderschaft. Weitere Highlights waren das Kabarett am Freitagabend von Tischlerin Sunna Huygen mit “Cat with Hat” und die Abschlussparty am Samstagabend.
Neben den einzelnen Veranstaltungspunkten gab es viele Gelegenheiten für Gespräche, in denen sich die Frauen über ihre Erfahrungen und Ideen austauschten. Besonders das herzliche Miteinander macht für viele Frauen den Reiz des Tischlerinnentreffens aus. Viele berichten, dass im Berufsalltag ihr Frausein kritisch beäugt wird und sie sich die Anerkennung ihrer Kompetenz immer wieder mühsam erarbeiten müssen. Als Handwerkerin unter Handwerkerinnen falle dieser Legitimationsdruck jedoch plötzlich weg. Durch das gleichgestellte voneinander Lernen fühlen sich viele inspiriert und motiviert.
Auch nächstes Jahr im September wird es wieder ein Tischlerinnentreffen geben: das 25. Jubiläum findet vom 4. bis 7. September 2014 in Wittfeitzen im Wendland statt.
Dienstag, 08. Oktober 2013
Großes Kino

29 Sekunden Kino für den Tischler-/Schreinerberuf: Tischler Schreiner Deutschland stellt allen Innungen und Innungsbetrieben den Kinospot der aktuellen Nachwuchskampagne zur Verfügung.
Darin erklären verschiedene junge Leute knackig in je einem Satz, was sie von Ihrer Zukunft wollen. »Ich will kreativ sein«, zum Beispiel. Mit dem Fazit: Born to be Tischler oder Born to be Schreiner und dem Hinweis auf die Webadresse www.born2bschreiner.de oder www.born2btischler.de – je nach Region ist die eine oder die andere Variante zu haben.
Den Spot können die Innungen in den Kinos ihrer Region schalten. Innungsmitglieder können ihn kostenlos auf der Firmen-Homepage einbinden. Verfügbar ist er auf dem Youtube-Kanal von Tischler Schreiner Deutschland: www.youtube.com/user/TischlerSchreinerD. Die Abspielrechte sind deutschlandweit und zeitlich unbeschränkt für die Innungsorganisation des Tischler- und Schreinerhandwerks gesichert.
Beim Schalten des Spots können Innungen sich von Dienstleistern wie Cine-PublicMedia helfen lassen, rät TSD. Sie sind auf die Verbreitung von Kinowerbung spezialisiert, finden die hinsichtlich Zielgruppe passenden Kinos und die optimalen Sendezeiten und übernehmen die Buchung.
Freitag, 04. Oktober 2013
Positive Entwicklung
Bundesbetriebsvergleich mit Aufwärtstrends
Wie steht mein Unternehmen im Vergleich zu anderen da? Um hier zu einer fundierten Selbsteinschätzung zu kommen und entsprechend agieren zu können, kann man den Bundesbetriebsvergleich 2012 zu Rate ziehen, den es jetzt im TSD-Onlineshop gibt.
Er liefert die aktuellen wichtigen Kennzahlen der Branche nach Auswertung der betriebswirtschaftlichen Daten von mehr als 200 Tischler- und Schreinereien aus dem gesamten Bundesgebiet. Aufgeschlüsselt werden die Werte nach Betriebsgrößen: Bezogen auf die Mitarbeiterzahl werden die Betriebe in vier verschiedene Größenklassen eingeteilt.
Die erhobenen Zahlen stimmen positiv: Der konjunkturelle Aufschwung der vergangenen Jahre hat sich weiter fortgesetzt. Fast alle Werte liegen wie schon 2008 und 2010 deutlich besser als in den Jahren bis 2004, berichtet der Verband Tischler Schreiner Deutschland in einer Pressemitteilung.
Erfreulich entwickelt sich vor allem der Eigenkapitalanteil: Er liegt durchschnittlich bei über 30 Prozent und ist damit in den vergangenen zehn Jahren um zehn Prozentpunkte gestiegen. Das spricht dafür, dass Tischler-/Schreinerbetriebe zunehmend unabhängiger von fremden Geldgebern wie Banken und Lieferanten agieren können.

Gleichzeitig konnte das kalkulatorische Betriebsergebnis – über alle Betriebsgrößen hinweg gegenüber 2010 deutlich zulegen und erreicht nun den Wert 2,7 Prozent. Im Schnitt ist es also den Betrieben gelungen, kalkulatorische Kosten wie Unternehmerentgelt, Eigenkapitalverzinsung und kalkulatorische Miete komplett zu erwirtschaften.

Auch die Wertschöpfung legte zu: Je direkt verrechenbarer Stunde (tatsächlich erzieltes Verkaufsergebnis pro Fertigungsstunde) – liegt sie im Gesamtdurchschnitt bei 49,43 Euro und damit deutlich über dem Wert des vorangegangenen Betriebsvergleichs von 2010 (45,27 €). Auch die jährliche Wertschöpfung (Rohertrag) jedes Beschäftigten steigerte sich auf durchschnittlich über 60.000 Euro. Das entspricht einem Plus von mehr als 20 Prozent innerhalb der letzten zehn Jahre.
Alle Ergebnisse zum Bundesbetriebsvergleich 2012 sind in einer Broschüre zusammengefasst, die sich eignet, um zum Beispiel das Rating durch die Bank vorzubereiten oder Grundlagen für die Betriebsberatung durch die Innungsorganisation des Tischler- und Schreinerhandwerks zu schaffen.
Innungsmitglieder erhalten die Ergebnisbroschüre zum Vorzugspreis von 5 Euro statt 20 Euro (zzgl. MwSt. und Versandkosten).