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September 2009
Mehr Gartenmöbel aus FSC-Holz
WWF stellt Befragungs-Ergebnisse vor
»Vor allem bei Gartenmöbeln gibt es einen eindeutigen Trend hin zu FSC«, stellt Johannes Zahnen, Holzexperte beim WWF Deutschland, fest. Der WWF hatte - zum sechsten Mal seit 2003 - rund 180 Betriebe wie Baumärkte oder Versandhändler zu ihrem Holzsortiment befragt und die Ergebnisse des Rankings am Montag auf der Gartenmöbelmesse »Spoga« in Köln vorgestellt.
Im Ranking stuft der WWF 18 Unternehmen als »vorbildlich« oder »auf einem guten Weg« ein. Diese bieten zusammen rund 3800 Holzartikel aus FSC-Holz an, 20 Prozent mehr als 2007.
Die Unternehmen Garvida und Landmann-Peiga bieten nahezu ausschließlich Produkte aus FSC-Holz an, daher werden sie vom WWF als vorbildlich eingeschätzt. 16 Unternehmen bezeichnet der WWF als »auf einem guten Weg«, darunter die großen Baumärkte Hornbach, Max Bahr, OBI und Praktiker. Bei 17 Unternehmen sieht der WWF in seinem Ranking Nachholbedarf. Allerdings setzen sich auch diese Firmen mit dem Thema nachhaltige Waldbewirtschaftung auseinander und bieten FSC-zertifizierte Produkte an.
»Da sich 145 Betriebe gar nicht erst an der Befragung beteiligt haben, gehen wir davon aus, dass für die meisten von ihnen verantwortungsvolle Holzbeschaffung leider immer noch kein Thema ist«, so Johannes Zahnen. »Wir würden uns wünschen, dass diese Unternehmen einsehen, dass sie auf dem Holzweg sind: ökologisch und betriebswirtschaftlich. Die Unternehmen, die auf FSC setzen, leisten nicht nur einen Beitrag im Kampf gegen kriminellen Holzhandel, Raubbau an den Regenwäldern und für soziale Gerechtigkeit; sie sichern sich auch langfristig Marktanteile.«
Vor allem im Internet werden oft Tropenholz-Gartenmöbel ohne FSC-Zertifikat aus den Urwäldern Südamerikas und Südost-Asiens bedenkenlos und in großem Stil gehandelt. Allein Indonesien ist durch die gnadenlose Waldvernichtung zum drittgrößten CO2-Emittenten der Welt geworden, Orang-Utans haben kaum noch eine Überlebenschance. Aktuellste Entwaldungszahlen des WWF für Indonesien haben kürzlich aufgezeigt, dass bis zum Jahr 2020 die Tieflandregenwälder Borneos weitgehend abgeholzt sein.
Mehr Info:
www.wwf.de
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