Brennholzlager

Heener

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Hi Leute,
Ähnlich einer Kartoffelkiste überlege ich mir ein Brennholzlager zu bauen. Die fertigen Scheite (25×10×10) sollen oben reingeworfen werden können anstatt mit Stapeln Wandfläche und Zeit zu rauben. Die Konstruktion möchte ich so anlegen, dass das Holz nachrutscht, wenn es unten entnommen wird. Wegen der Verkeilungsgefahr(Gewölbewirkung) sollen die Wände mit glatten Brettern senkrecht mit 2cm Fuge ausgeführt werden und der Lagerschacht jeweils etwa Breite 100x Tiefe 80cm haben.
Die Lagerkapazität richtet sich nur nach 1 Werkstattofen und einem Küchenherd im Haus.
Was meint ihr dazu, habt ihr noch Anregungen?
Danke und Grüße
 

IngoS

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Hallo,

das funktioniert nicht. Du wirst immer Brückenbildung haben und die Scheite unten rausziehen ist mühsam, weil sie sich verkeilen. Mach die Kiste 80cm hoch, eventuell das oberste vordere Brett in Schlitzen zum Entnehmen, dann kannst du leicht beschicken und einfach von oben entnehmen.

Gruß Ingo
 

SchweißerSchnitzer

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Mein Anregung wäre, dass du dir vorher aus Brettern eine Art schnellen Prototypen bauen solletest, um das "Fließ"verhalten zu simulieren und so einen passenden Querschnitt etc zu ermittteln.

Aus dem Bauch heraus plus meiner Erfahrungen mit Schüttgütern (viel feineren) in Silos (viel größeren) habe ich die Befürchtung, dass bei einem 80x100cm Querschnitt und 25cm langen "Partikeln" und einer angenommen Schütthöhe (du erwähntest keine) von 2m überhaupt nix von selbst fließen/rutschen wird.
 

wirdelprumpft

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Wie darf man sich das vorstellen - die Scheite werden geliefert und dann mit Hilfe eines Radladers in die Kisten geschüttet?
Wenn man die Scheite an irgendeinem Punkt eh in die Hand nehmen muss würde ich da ansetzen und sie dort z.b. in Wein/Obstkisten stapeln
alternativ Eurobox
 

Heener

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Mein Anregung wäre, dass du dir vorher aus Brettern eine Art schnellen Prototypen bauen solletest, um das "Fließ"verhalten zu simulieren und so einen passenden Querschnitt etc zu ermittteln.

Aus dem Bauch heraus plus meiner Erfahrungen mit Schüttgütern (viel feineren) in Silos (viel größeren) habe ich die Befürchtung, dass bei einem 80x100cm Querschnitt und 25cm langen "Partikeln" und einer angenommen Schütthöhe (du erwähntest keine) von 2m überhaupt nix von selbst fließen/rutschen wird.
Schütthöhe siehe Skizze, Raumhöhe 3,20m.
 

Heener

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Wie darf man sich das vorstellen - die Scheite werden geliefert und dann mit Hilfe eines Radladers in die Kisten geschüttet?
Wenn man die Scheite an irgendeinem Punkt eh in die Hand nehmen muss würde ich da ansetzen und sie dort z.b. in Wein/Obstkisten stapeln
alternativ Eurobox
Kein Radlader, per Hand nach dem Hacken/Sägen gleich oben reinwerfen
 

Heener

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Hallo,

das funktioniert nicht. Du wirst immer Brückenbildung haben und die Scheite unten rausziehen ist mühsam, weil sie sich verkeilen. Mach die Kiste 80cm hoch, eventuell das oberste vordere Brett in Schlitzen zum Entnehmen, dann kannst du leicht beschicken und einfach von oben entnehmen.
Ich will ja von unten entnehmen, um dem Holz Zeit zum Trocknen zu geben.
Wie entsteht die Brückenbildung, wenn unten entnommen wird und die Lagerbreite das 3fache der Scheitlänge (bei waagerechten Lage) überschreitet?
Wie meist Du das mit den Schlitzen?
Ich gebe zu, dass nach den bisherigen Hinweisen wohl das Gewicht von 2m Lagerhöhe das größte Problem sein wird, das Brennholz unten zu entnehmen.
Vielleicht noch versetzte schräge Absätze einfügen.
Ja, das Ganze muss noch weiter entwickelt werden...
Danke
 

SchweißerSchnitzer

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Wie entsteht die Brückenbildung, wenn unten entnommen wird und die Lagerbreite das 3fache der Scheitlänge (bei waagerechten Lage) überschreitet?
Oh, über die Wunder der Brückenbildung kann man pfundweise Diplom- und Doktorarbeiten lesen oder schreiben. Hab jetzt nicht selbst recherchiert, ob es zu Holzscheiten oder Ähnlichem etwas gibt. Daher mein Tipp mit der Simulation. Ich will nicht ausschließen, dass es eine funktionierende Geometrie gibt, aber ich selbst schätze eher nicht. (Erst recht wenn die Wände des Silos nicht geschlossen glatt sind).
 

VolkerDK

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Kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen, das wird nichts mit der Kartoffelkiste.
Vielleicht eher so eine Konstruktion mit herausnehmbaren Seitenbrettern, wie eine Kompostkiste.
 

Heener

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Oh, über die Wunder der Brückenbildung kann man pfundweise Diplom- und Doktorarbeiten lesen oder schreiben. Hab jetzt nicht selbst recherchiert, ob es zu Holzscheiten oder Ähnlichem etwas gibt. Daher mein Tipp mit der Simulation. Ich will nicht ausschließen, dass es eine funktionierende Geometrie gibt, aber ich selbst schätze eher nicht. (Erst recht wenn die Wände des Silos nicht geschlossen glatt sind).
Ich kenne das aus dem Baubereich als Gewölbewirkung, aber das meint sicher das Gleiche
 

wirdelprumpft

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ich denke die Schütthöhe wird das Problem - alleine das Gewicht was da auf die unteren einwirkt wird die vermutlich ordentlich festkeilen
evtl. könnte man mit herausziehbaren Eisenstangen 1 oder 2 Zwischenebenen erzeugen

Ist nur die Frage ob der Zeitvorteil beim reinwerfen von der Säge aus nicht hinterher wieder draufgeht beim rausholen
auch braucht Schüttgut mehr Platz als gestapeltes Holz -

Deine Arbeitsweise 1m Spalten und dann das gespaltete auf 25 cm Sägen oder zuererst auf 25cm und dann Spalten ?

wenn nachher von einem Haufen aus in die Schütte geworfen wird kann man das auch gleich in Kisten/Gitterbox stapeln und diese dann ggf. mit Hochhubwagen aufeinanderstellen - alternativ Gitterbox - füllen 2. Gitterbox drauf usw. die sind ja vorne öffenbar mit Klappe
 

Heener

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ich denke die Schütthöhe wird das Problem - alleine das Gewicht was da auf die unteren einwirkt wird die vermutlich ordentlich festkeilen
evtl. könnte man mit herausziehbaren Eisenstangen 1 oder 2 Zwischenebenen erzeugen

Ist nur die Frage ob der Zeitvorteil beim reinwerfen von der Säge aus nicht hinterher wieder draufgeht beim rausholen
auch braucht Schüttgut mehr Platz als gestapeltes Holz -

Deine Arbeitsweise 1m Spalten und dann das gespaltete auf 25 cm Sägen oder zuererst auf 25cm und dann Spalten ?

wenn nachher von einem Haufen aus in die Schütte geworfen wird kann man das auch gleich in Kisten/Gitterbox stapeln und diese dann ggf. mit Hochhubwagen aufeinanderstellen - alternativ Gitterbox - füllen 2. Gitterbox drauf usw. die sind ja vorne öffenbar mit Klappe
Mehr Platzbedarf ist klar, macht aufgrund der geringen Menge nichts. Mich stören zugestapelte Wände mehr, abgesehen davon, dass man so wie es jetzt gemacht wird nur an das frische Hokz kommt....
Hubwagen und Stapler ist nich, weil da Lehmboden ist und verbauter Raum.
Das mit den Eisenstangen ist eine Überlegung wert, vielleicht besser als wechselseitig kurze Schrägen zur Lastverminderung einzuplanen. Da würde auch wieder Stauraum verlorengegangen.
Danke
 

Mater1984

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Ich denke nicht, dass dies so funktioniert. Wenn dann nur für ungespaltenes und damit rundes Holz. Das auch nicht hochkant stehen darf.

Aber du könntest auf der Vorderseite "Türen" anbringen um an das Holz zu kommen je nach Höhe.
Und mit Zwischenböden arbeiten um den Druck von Oben zu reduzieren. Allein der Druck von oben in Verbindung mit der Unenbenen Oberfläche wird sonst vermutlich zu hoch sein.
Alternativ könntest du ein Silo aus Baustahlmatten machen und auf einer Seite eine Entnahmemöglichkeit vorsehen.
 

Heener

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Ich denke nicht, dass dies so funktioniert. Wenn dann nur für ungespaltenes und damit rundes Holz. Das auch nicht hochkant stehen darf.

Aber du könntest auf der Vorderseite "Türen" anbringen um an das Holz zu kommen je nach Höhe.
Und mit Zwischenböden arbeiten um den Druck von Oben zu reduzieren. Allein der Druck von oben in Verbindung mit der Unenbenen Oberfläche wird sonst vermutlich zu hoch sein.
Alternativ könntest du ein Silo aus Baustahlmatten machen und auf einer Seite eine Entnahmemöglichkeit vorsehen.
Ach so, dieses Lager würde in der Scheune sein.
Ja, die Zwischenböden würden wie die Stahlstangen wirken, die ein Vorschreiber vorschlug. Dafür hätte ich noch einige 1.1/5 Zollrohre da.
Eine Baustahlmatte würde die Gewölbewirkung eher verstärken, weil die Hölzer sich aufstellen könnten. Aber ich kenne das aus Gärten, da ist der Durchmesser der Gittermattensilos so 2-3m.
Danke
 

U.Tho

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Jan, ich hab sowas bei mir im Lager ca. 1,2 x 1,2 m und 2,5 m hoch - die ersten Hölzer gehen noch leicht rausnehmen, dann bildet sich ein Hohlraum und obendrüber ist alles verkeilt. Von oben wieder entnehmen ist deutlich einfacher, vielleicht ein Podest davor stellen und abnehmbare Seitenteile.
 

Heener

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Jan, ich hab sowas bei mir im Lager ca. 1,2 x 1,2 m und 2,5 m hoch - die ersten Hölzer gehen noch leicht rausnehmen, dann bildet sich ein Hohlraum und obendrüber ist alles verkeilt. Von oben wieder entnehmen ist deutlich einfacher, vielleicht ein Podest davor stellen und abnehmbare Seitenteile.
Ok, wie groß sind Deine Scheite?
 

odul

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@Heener : ich kann deine Gedankengänge verstehen. Habe im Laufe der Zeit die gleichen Überlegungen durchgemacht. Am Ende habe ich das bereichsweise gestapelt und Zettel drangehängt, von wann es ist, um immer den ältesten Abschnitt als erstes zu verfeuern.

Meine Eltern hatten einen ehemaligen Kokskeller von etwa 1,5 x 3mtr. ofenfertige Scheite wurden da von oben durch ein Loch reingeworfen und Entnahmeöffnung war türgroß. Das hat sich immer noch nach allen Regeln der Kunst verklemmt.

Später war ich auch auf dem Trip: einfach schütten, Platz haste ja. Holz wurde mehr, Platz weniger. Und die Erkenntnis, dass Holz stapeln auch nicht mehr Zeit braucht.
 

Heener

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Hm, ja. Man macht sich halt so Gedanken und Pläne. Geht halt net alles in der Praxis....
Wenn Stapeln, dann in kleineren Abteilungen, dass man auch das älteste/trockene Holz rankommt.
Alles vollstapeln, dass man nur das Frischeste nehmen kann, ist für mich Schwachsinn.
Aber manches älteres Semester hat irgendwie eigene Wahrheiten entwickelt. Kopfschüttel.....
Danke und Grüße
 

NiklasAG

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Eine kleine Denkanregung:
Holz ist der älteste von Menschen verwendete Brennstoff.
Seit die Menschen sesshaft wurden, hat man Brennstoff gelagert.
Und bisher hat niemand, in all den zehn-, wenn nicht hundertausend Jahren, eine Konstruktion gefunden wie man geschnittenes Brennholz in einen viereckigen Kasten schütten und unten rausnehmen kann, ohne dass es verkantet und dabei noch trocknet.
 

Heener

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Eine kleine Denkanregung:
Holz ist der älteste von Menschen verwendete Brennstoff.
Seit die Menschen sesshaft wurden, hat man Brennstoff gelagert.
Und bisher hat niemand, in all den zehn-, wenn nicht hundertausend Jahren, eine Konstruktion gefunden wie man geschnittenes Brennholz in einen viereckigen Kasten schütten und unten rausnehmen kann, ohne dass es verkantet und dabei noch trocknet.
Dann wird es ja Zeit.....
:emoji_wink:
 
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