Esszimmertisch, Überlegungen

teluke

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Bei gut trockenem Holz kann der Zapfen bis zu 20cm breit sein, besser etwas weniger. Ich würde die Verbindung mit einem Nutzapfen machen. Also die Zapfen des Tischbeine links und rechts zu ner Feder verkürzen die in eine Nut gehen, mittig 20cm Zapfen stehen lassen die verleimt werden. Die Feder wird nicht verleimt, sorgt aber für eine viel breitere Basis gegen die ohnehin ordentlichen Hebelkräfte.
Du meintest so?
T1_1 Detail.jpg
 

isso

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Statisch gesehen, den Zapfen so weit nach rechts setzen wie geht, unten vor allem. Denn da sitzt die Zugkraft, links nur Druck. Zapfenlöcher leicht konisch machen und dann verkeilen, da bist Du dann auf der sicheren Seite.
Wenn man dann noch die Konstruktion etwas in Richtung Gratleiste ändert, ist es evtl möglich mit einem Keil zu arbeiten auf den man von oben oder der Seite schlagen kann um nachzuspannen.

Dann wackelt das Teil auch in 100 Jahren nicht.

Wie genau muss man natürlich noch überlegen.
 

brubu

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Eine Zugstange einnuten wäre nicht schlecht. Ein kleiner Aufwand mit grosser Wirkung. Z.B. M12, M16 ist etwas grob aber weniger elastisch.
Gruss brubu
 

carsten

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Hallo

mein erster Gedanke war den Fuß nach oben konisch schmäler werden zu lassen und eben auch die UK direkt unter der Tischplatte. Unten braucht es das Gewicht oben ist weniger Gewicht besser. Würde evtl auch etwas das Fred Feuerstein Design nehmen.
 

teluke

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Ich habe das Gestell nun etwas geändert und 20er Dübel eingezeichnet.
Ich denke so sollte ausreichend Sicherheit eingebaut sein?

T1_1 Detail.jpg


T1_1-Perspektive.jpg

Die Kanten des Gestells sind hier scharfkantig gezeichnet. Die werde ich aber mit r10 runden.
Ich denke mal durch die Abflachung und die Rundung wird das Gestell "eleganter" werden.
 

wirdelprumpft

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Die Dübel und auch den durchgehenden Zapfen würde ich überdenken.
Hab so meine Werkstattböcke hergestellt.
Zwischenzeitlich finde ich diese Konstruktion nicht mehr so gut.
Der Zapfen ist geschwunden, der untere Holm auch.
Durch den Dübel hat es jetzt minimal Luft zwischen Querholm und senkrechtem Holm.
 

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pedder

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Ich hätte Angst vor Schwingungen im Normalbetrieb.
Wenn ich mich auf das freischwebende Ende setzen würde, wäre der Tisch zerlegt.
Das wäre aber nicht schlimm, dann kann man einfach ein neues Gestell unter die Platte bauen.

Von daher bin ich gespannt auf Deine Erfahrungen.
 

XXL-DD

ww-ulme
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Die Dübel und auch den durchgehenden Zapfen würde ich überdenken.
Hab so meine Werkstattböcke hergestellt.
Zwischenzeitlich finde ich diese Konstruktion nicht mehr so gut.
Der Zapfen ist geschwunden, der untere Holm auch.
Durch den Dübel hat es jetzt minimal Luft zwischen Querholm und senkrechtem Holm.
Der Dübel kann ja in ein um ein paar % des Durchmessers versetztes Loch im Zapfen auf Zug/Druck eingetrieben werden, wenn man ihn dann noch versenkt kann man das Loch mit einem Stopfen aus dem passenden Material nahazu unsichtbar verschließen.

Dann kann das Schwinden keine nennenswerten Probleme verursachen.
 

x-sch

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Sieht spannend aus. Wenn statische bedenken sind könnte eine leichte Anpassung der Form helfen.
Ich habe es mal übertrieben eingezeichnet.
T1_1-Perspektive (1).jpg
Ich denke dass die Dimension der quer Hölzer fast zu groß sind. Kann mir vorstellen, dass 60mm Breite schon reichen und die Optik aber deutlich schlanker machen.
Bei deiner Arbeitsweise wird das bestimmt sowieso gut:emoji_thumbsup:
 

teluke

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Ich würde das Bein in die beiden Längsträger pressen und einleimen und dann anschließend die Dübel durchbohren.
So wäre die Passung perfekt.

Das könnte ich dann auch an den Querträgern machen wobei ich da eher nicht die Notwendigkeit sehe.
Da sind große Leimflächen von jeweils 500cm² und, in der Hauptsache nur ein Belastung von oben.
 

Kerstenk

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Ich habe das Gestell nun etwas geändert und 20er Dübel eingezeichnet.
Ich denke so sollte ausreichend Sicherheit eingebaut sein?

Anhang anzeigen 191869
ich würde verkeilen von oben und unten, so wie man es bei Haustüren auch richtigerweise macht, dadurch erreicht man eine Schwalbenschwanzverbindung, sofern das Querteil nicht stark trocknet, geht das nie auf.
 

teluke

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Sieht spannend aus. Wenn statische bedenken sind könnte eine leichte Anpassung der Form helfen.
Ich habe es mal übertrieben eingezeichnet.

Ich denke dass die Dimension der quer Hölzer fast zu groß sind. Kann mir vorstellen, dass 60mm Breite schon reichen und die Optik aber deutlich schlanker machen.
Bei deiner Arbeitsweise wird das bestimmt sowieso gut:emoji_thumbsup:
Ich denke nicht dass da 60mm reichen.
Das würde bedeuten dass die Zapfen gerade mal 20mm dick wären.

Die Hauptrisikolast scheint mir der seitliche Stoß an die Platte auf der vom Fuß abgewandten Seite zu sein.
Wenn dann nicht der ganze Tisch verrutscht dann geht die ganze Last in die Drehung des Zapfens.

Ich werde da bei den 100mm bleiben und den Zapfen 40mm dick machen.
Dadurch verdoppelt sich die Belastbarkeit.
 

teluke

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ich würde verkeilen von oben und unten, so wie man es bei Haustüren auch richtigerweise macht, dadurch erreicht man eine Schwalbenschwanzverbindung, sofern das Querteil nicht stark trocknet, geht das nie auf.
Ja, da stimme ich Dir zu.
Dadurch dass der Zapfen jetzt nur noch 200mm lang ist kann man den schon einkeilen.
 

teluke

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Ich hätte Angst vor Schwingungen im Normalbetrieb.
Wenn ich mich auf das freischwebende Ende setzen würde, wäre der Tisch zerlegt.
Das wäre aber nicht schlimm, dann kann man einfach ein neues Gestell unter die Platte bauen.

Von daher bin ich gespannt auf Deine Erfahrungen.

Da hätte ich keine Angst.
Der Längsbalken mit 100x100mm wird ja tatsächlich noch durch die Platte verstärkt welche ich an diesem Balken fix verschrauben werde.

Wenn das passieren würde dann müsste vorher der Zapfen (200x40mm) abbrechen.
Da kommt zwar richtig Last drauf wenn sich da jemand draufsetzen würde, der hält aber auch was aus.
 

Manohara

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Kerstenk hat geschrieben:
den Zapfen so weit nach rechts setzen wie geht, unten vor allem. Denn da sitzt die Zugkraft, links nur Druck.
Das möchte ich nochmal hervorheben, weil es mir wichtig vorkommt! und in den Zeichnungen bisher nicht aufgenommen wurde ...
 

Claus P.

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ich würde verkeilen von oben und unten, so wie man es bei Haustüren auch richtigerweise macht, dadurch erreicht man eine Schwalbenschwanzverbindung, sofern das Querteil nicht stark trocknet, geht das nie auf.
+1

So hätte ich das auch gemacht. Das Zapfenloch auch noch leicht schräg, dann kann der Zapfen nach dem Auskeilen nicht mehr heraus. Das hält mit Sicherheit.
 

jochen-steini

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Wie breit machst du die Querfüße unten? (80cm breit?) Hab da irgendwie Bedenken, dass der Tisch seitlich umfällt bei einem ordentlichen Stoß.
 

teluke

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Kerstenk hat geschrieben:

Das möchte ich nochmal hervorheben, weil es mir wichtig vorkommt! und in den Zeichnungen bisher nicht aufgenommen wurde ...
Du hast recht, in der technischen Zeichnung habe ich das geändert, nicht aber in der 3-D.
Habe das aber nun nachgeholt.

T1_1 Detail.jpg
 

Claus P.

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Du hast recht, in der technischen Zeichnung habe ich das geändert, nicht aber in der 3-D.
Habe das aber nun nachgeholt.
Theo,

die Zapfen sollten gespiegelt werden. Du hast sie jetzt auf der Druckseite, dort helfen sie dir nur wenig. Die Zapfen gehören auf die Zugseite, also nach rechts und nicht, wie dargestellt, links.
 

Claus P.

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Noch etwas ist mir aufgefallen. Die Länge des Zapfens spielt beim Verkeilen nur eine untergeordnete Rolle. Ich würde nicht einen Keil in der Mitte setzen, sondern am Rand von den Zapfen jeweils einen und schräg einsägen. So hab ich das bei meinen Türen gemacht, das hält 100%ig.

IMG_3763.JPG
IMG_3778.JPG
 

teluke

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Ein Keil in der Mitte macht bei einem 20cm langen Zapfen der dazu 4cm breit sicher keinen Sinn.
Klar müssen die an die Seiten.

Mit dem Verschieben der Zapfen auf die andere Seite bin ich jetzt aber erstmal nicht konform.
Mir ging es darum die Zapfen möglichst weit in die Tischmitte zu schieben.
So werden die Überhänge kleiner und damit der Hebel kürzer.
 

Claus P.

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Mit dem Verschieben der Zapfen auf die andere Seite bin ich jetzt aber erstmal nicht konform.
Mir ging es darum die Zapfen möglichst weit in die Tischmitte zu schieben.
So werden die Überhänge kleiner und damit der Hebel kürzer.
Genau das würde ich umdrehen. Der Hebel (in dem Radius) soll ja möglichst lang bzw. groß werden, damit bei gleichen Moment (das die Tischplatte aufgrund der Außermittigkeit erzeugt) die Kräfte in dem Übergang abnehmen. Wenn du den Hebel verkürzt, wird da die Kraft im Eck mit Radius größer und nicht kleiner.
M. M. nach sollte der Zapfen so weit wie möglich von der Tischmitte entfernt sein, damit du den Zapfen auf Zug beanspruchst. Momentan kippelt der in der neutralen Faser rum. Das ist nicht gut.
Aber gut, das ist deine Entscheidung.
 

Manuel_

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Da ihr beide das Wort Hebel für verschiedene "Hebel" verwendet habe ich den Eindruck, dass es hier zu Verwirrung kommen kann.

Was kerstenk, meiner Meinung nach meint.
Der Drehpunkt der Platte auf der Stütze ist immer ganz links, weil das der letzte Punkt ist, an dem sie aufliegt.
Wenn man den Zapfen ganz nach rechts schiebt hat dieser einen längeren Weg und somit einen besseren Hebel gegen die Zugkräfte die er auffangen muss.

Deine Aussage, teluke, bezieht sich auf den Hebel der Platte auf die Stütze.
 

Claus P.

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Da ihr beide das Wort Hebel für verschiedene "Hebel" verwendet habe ich den Eindruck, dass es hier zu Verwirrung kommen kann.

Was kerstenk, meiner Meinung nach meint.
Der Drehpunkt der Platte auf der Stütze ist immer ganz links, weil das der letzte Punkt ist, an dem sie aufliegt.
Wenn man den Zapfen ganz nach rechts schiebt hat dieser einen längeren Weg und somit einen besseren Hebel gegen die Zugkräfte die er auffangen muss.

Deine Aussage, teluke, bezieht sich auf den Hebel der Platte auf die Stütze.
Manuel, danke für die Klarheit, jetzt ist es eindeutig. Genau so hab ich das auch gemeint.
 
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