Was ich so in Möbelhäusern sehe, lassen sich damit auch größere Fehlstellen ausbessern? Hab noch nie mit dem Zeug gearbeitet.
Ja, das geht problemlos. Man muss nur aufpassen, dass alle Spalte sauber abgeklebt sind, denn sonst läuft das Epoxy an den Ritzen heraus. Am besten eignet sich dazu Malerkrepp. Ich forme um den Spalt eine kleine "Wanne". So kann man das Epoxy gut auffüllen und es sitzt langsam in den Spalt.
Das Malerkrepp kann man nach dem Aushärten einfach abziehen, da es nicht am Epoxy kleben bleibt.
Epoxy ist ungefähr von der Viskosität wie Honig.
Mir ist es lieber als Hartwachs, da es sehr hart wird, sehr gut haftet und die Spalte gut füllt. Es läßt sich auch gut schleifen, sodass man an der Oberfläche keinen Übergang merkt.
Es gibt aber auch Nachteile: man solte mindestens 12 Stunden warten, bis es richtig gut durchgehärtet ist. Außerdem ist es empfehlenswert nicht zu viel auf einmal in einen Spalt zu gießen, sonst gibt es Luftblasen. Dafür bekommt man aber sehr schnell ein Gefühl, wie man am besten auffüllt. Ein bischen "Klopfen" hilft, dass Luftbläschen leichter entweichen können.
Hier mal ein Beispiel, wie das so etwas aussehen kann. Hier handelt es sich um Risse in einer Esche, die komplett durch das Brett gehen. Die Teile hab ich leztes Jahr für meine Badmöbel angefertigt. Bei den Bildern hab ich einfach nur das Epoxy aufgefüllt, ohne eine "Wanne" zu formen. Der Überschuss wird anschließend einfach weggeschliffen.
Nach dem Auffüllen:
Die hellen Stelle im Epoxy sind Luftblasen, die mit der Zeit platzen und verschwinden.
Nach dem Vorschleifen auf der Langband:
Die hellen Stellen verschwinden nach dem Ölen und bleiben dunkel:
Hier ein Foto von einer Eiche, wie das aussieht
